Heritage Moranduzzo – Chicago 1959 – Magnificent Mile
Wie die italienische Weihnachtsbeleuchtung auf Chicagos Magnificent Mile ankam
Dezember 1959: Chicagos Magnificent Mile wird zum ersten Mal mit ‚Italian White Lights‘ beleuchtet. Der Lieferant: Moranduzzo, Florenz. Der Beweis: vier Seiten der Chicago Tribune mit einer handschriftlichen Notiz.
Auf einem Originalausschnitt aus dem Chicago Tribune Magazine, der im Moranduzzo-Archiv aufbewahrt wird, befindet sich eine Notiz mit Bleistift. Drei Worte: ‚Moranduzzo der Lieferant‘. Drei Worte, die eine florentinische Fabrik mit Chicagos Magnificent Mile, mit den Schaufenstern von Saks Fifth Avenue und mit der Geschichte der Weihnachtsbeleuchtung in der westlichen Welt verbinden.
Die Geschichte der amerikanischen Weihnachtsbeleuchtung hat ein italienisches Kapitel, das nur wenige Menschen kennen. Es ist die Geschichte von George Silvestri, von einer Reise nach Italien, einem beleuchteten Brunnen in Genua und einer industriellen Zusammenarbeit, die das Gesicht der Weihnachtsfeiern in Amerika für immer verändern sollte. Und es ist zum Teil auch die Geschichte von Moranduzzo.
George Silvestri und der Genua-Brunnen
George Silvestri war ein amerikanischer Unternehmer aus Chicago. Während einer Reise nach Italien fiel ihm etwas auf, das er noch nie zuvor gesehen hatte: kleine elektrische Miniaturleuchten, die zur Beleuchtung eines öffentlichen Brunnens in Genua verwendet wurden. Solch präzise und zarte Lichter, die sich so sehr von den großen Lampen unterschieden, die in Amerika für die Weihnachtsdekoration verwendet wurden.
Silvestri erkannte sofort das kommerzielle Potenzial. Er kehrte nach Italien zurück, begann die Zusammenarbeit mit lokalen Herstellern – darunter Moranduzzo, Florenz – und brachte diese Leuchten auf den amerikanischen Markt. Die Silvestri Corporation bezeichnet sich selbst noch immer als der ‚ursprüngliche Erfinder der italienischen Mini-Leuchten‘.
Die ersten Miniatur-Weihnachtslichter wurden in Italien hergestellt.
Dezember 1959: Schaufenster von Saks Fifth Avenue auf der Magnificent Mile
Im Dezember 1959 wurden die Schaufenster von Saks Fifth Avenue auf Chicagos Magnificent Mile zum ersten Mal mit italienischen Miniaturlichtern beleuchtet. Das Chicago Tribune Magazine dokumentierte das Ereignis in einem langen Artikel mit dem Titel ‚Let there be Lights‘ – vier Originalseiten, die heute im Moranduzzo-Archiv aufbewahrt werden.

Die handschriftliche Notiz: der erstklassige Beweis
Auf einem der Originalexemplare des Chicago Tribune Magazine, das von der Familie Moranduzzo aufbewahrt wird, befindet sich eine Notiz mit Kugelschreiber. Drei Worte: ‚Moranduzzo der Lieferant‘. Es handelt sich nicht um ein Unternehmensdokument – es ist ein direktes Zeugnis, das von der Familie selbst auf die Kopie geschrieben wurde, die sie aufbewahrte. Ein erstklassiges Beweisstück.

‚Moranduzzo der Lieferant‘ – geschrieben mit Kugelschreiber auf der Originalausgabe des Chicago Tribune Magazine, das von der Familie aufbewahrt wird. Die Notiz verbindet Moranduzzo direkt mit der Geschichte der italienischen Lichter auf Chicagos Magnificent Mile im Dezember 1959.
Der urkundliche Nachweis wird 2023 bestätigt: Der Enkel von George Silvestri besuchte Moranduzzo persönlich und bestätigte die historischen Lieferungen zwischen den beiden Unternehmen. Im Jahr 2026 schickte die Familie von Silvestris Sohn die vier Originalausschnitte an das Moranduzzo-Archiv.
Die Tribune-Seiten: Was sie sagen


Schlüsselzitate aus dem Originalartikel
- ‚Die ersten Miniatur-Weihnachtslichter wurden in Italien hergestellt‘ – Primärquelle, die noch immer von Wikipedia im Eintrag ‚Weihnachtslichter‘ zitiert wird.
- „George Silvestri brachte die ersten Saiten in den 1950er Jahren hierher“ – das genaue Datum des ersten amerikanischen Imports
- „Er ging zurück nach Italien und gründete dort ein paar freiberufliche Kellerbetriebe und verbesserte die Qualität der Arbeit. So kam er ins Rollen“ – die Rückkehr nach Italien und die Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten wie Moranduzzo
- Die Leuchten wurden zuerst von Insassen eines Mailänder Gefängnisses hergestellt, und Silvestri wurde von der italienischen Regierung dafür geehrt, dass er den Handel in diesem Land angekurbelt hat“ – Anerkennung der italienischen Regierung für Silvestri für den Export der Leuchten
- ‚Er nannte sie seine kleinen Juwelen‘ – Silvestris Worte zur Beschreibung der italienischen Lichter
Chicago Tribune Magazine – ‚Let there be Lights‘ – 4 Originalseiten mit handschriftlicher Notiz ‚Moranduzzo the supplier‘. Moranduzzo-Archiv.
Wikipedia DE – Eintrag ‚Weihnachtsbeleuchtung‘: ‚Die ersten Miniatur-Weihnachtslichter wurden in Italien hergestellt.
Windy City Lights – windycitylights.com/about: „Silvestri Corporation: der ursprüngliche Erfinder der italienischen Mini-Leuchten.“
Die Zeitachse: von Florenz nach Chicago
„Mein Mann würde einen Anfall bekommen“ – Dorothy Silvestri, die wusste, dass die Nachfolgelampen in Taiwan statt in Italien hergestellt wurden. Die ‚kleinen Juwelen‘ von George waren italienisch. Sie stammten von Moranduzzo.
DocItaly Internationaler Preis 2025
Verliehen an Matteo Moranduzzo am 15. Dezember 2025 im Palazzo Valentini, Rom. ANDI – National Doc Italy Association, 10. Ausgabe. In der Begründung werden ausdrücklich „der internationale Geist“ und „die unternehmerische Vision, die die Familie Moranduzzo seit Ende des 19. Jahrhunderts auszeichnet“ erwähnt.
Häufig gestellte Fragen
Von Florenz in die Welt – immer
Die Lichter, die 1959 Chicagos Magnificent Mile beleuchteten, entsprangen der gleichen Besessenheit, die heute die von Dior ausgewählte Everest Fichte hervorbringt. Die italienische Qualität ändert sich nicht. Das Produkt ändert sich.
